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Sonntag, 14. Dezember 2014

stepUP!

Die letzten Wochen waren stressig. Nachdem ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und die Schulbank für mein Masterprogramm am IMD drücke, bin ich kaum zum Schreiben gekommen. Gerade jetzt gäbe es genug Themen, angefangen von den aktuellen Entwicklungen rund  um die Hypo Alpe Adria in Kärnten bis hin zur Aufnahme des Yuan als dritte Weltwährung. Anfangs nächsten Jahres werde ich mich diesen Themen wieder im vollem Umfang widmen.  Ende Jänner treffe ich  mich mit führenden chinesischen Unternehmern um über zukünftige Geschäftsmodelle zu sprechen. Freue mich schon auf den Austausch.

Das Jahr möchte ich aber mit einem Aufruf zum Mitmachen beenden. Eine gute Bekannte hat zur Initiative stepUp aufgerufen, sich für nachhaltige Veränderungen  in unserer Gesellschaft aktiv einzusetzen (stepUp Trailer - Click here). Würde mich freuen, wenn viele daran teilnehmen!

Ich wünsche meinen Lesern ein frohes Fest, erholsame Festatge und einen gute Rutsch ins neue Jahr.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Warum Dollars aus China an Wert gewinnen

China ist anders und vor allem anders als wir in Europa denken. China wird nicht nur als Absatz- und Produktionsland eine immer wichtigere Rolle spielen, sondern auch als Geldgeber.  Jene Unternehmer, die sich darauf schneller einstellen, werden die Gewinner sein.


Eine noch weit verbreitete Meinung in Europa ist, das Chinesen nicht innovativ sein können. Hier ist meine Erfahrung eine andere. Die neue Generation von Chinesen ist nicht nur sehr marktwirtschaftlich eingestellt, sondern auch sehr innovativ. So entstehen derzeit sehr interessant Geschäftsmodelle in Shanghai zum Beispiel, wo junge Unternehmer Start-ups gründen und diese dann nicht nur in China selbst, sondern auch in Europa im Markt etablieren.  So hat erst kürzlich ZTE, einer der innovativsten Smartphone Hersteller in China, seine Zentrale für Europa in Wien eröffnet.

„Revolution“ in China
Neben den Ideen haben auch die Chinesen das Geld, um ihre Geschäftspläne zu verwirklichen. Gerade die Börsen in Shenzhen und Shanghai boomen, weil wenige Chinesen ihr Geld im Ausland veranlagen können. Aber auch das wird sich sehr rasch ändern. Am Rande des Nationalen Volkskongresses hat Zentralbankchef Zhou Xiachuan gerade eine Revolution verkündet. Banken und andere Dienstleister in China werden sehr bald den bislang staatlich fixierten Zinssatz selbst bestimmen dürfen. Damit lockert die chinesische Führung ihre strikte Geldpolitik wesentlich auf. Auch ist es geplant, dass der YUAN eine freie Währung und auf verschiedenen Börsenplätzen in der Welt gehandelt werden soll.  Bis jetzt wäre dies unvorstellbar gewesen.

All diese Entwicklungen haben meiner Meinung nach zur Folge, dass chinesische Dollar auch für europäische Unternehmer immer wichtiger werden. So wird China in Zukunft nicht nur High-Tech-Produktionen, anstatt billige Lohnverarbeitung anbieten können, sondern auch sehr viel Geld, um sich an Unternehmen zu beteiligen und sich in attraktive Märkte einzukaufen. Jene europäische Unternehmer, die als erstes diesen Wandel erkennen und für sich nutzen, werden meiner Meinung nach eine naselänge vorn sein. Aber Achtung, chinesische Investoren ticken ganz anders. Wer meint eine schnell Kohle machen zu können, der irrt.

Dienstag, 14. Februar 2012

Der Drache soll das Feuer löschen

In bin gerade in Hongkong beruflich unterwegs und konnte mich in diesem Zusammenhang auch mit einigen Finanzexperten vor Ort austauschen. Sehr interessant wie diese die derzeitige Situation einschätzen und die Chancen, die sich daraus ergeben. Auch in Hongkong mehren sich die Anzeichen, dass die Wirtschaft in Asien, allen voran in China abkühlt. Zwar wird weiterhin mit einem Wachstum von über 7 Prozent gerechnet, dies ist die magische Zahl die einmal in den 70er Jahren von chinesischen Ökonomen als notwendiges Wachstum errechnet wurde um den Bevölkerungswohlstand im Land zu sichern und die seither nie unterschrieten wurde. Man kann an einzelnen Bereichen, wie zum Beispiel dem Techniksektor sehen, dass die Unternehmer ihre Investitonen auch in Asien zurückfahren und dass die Investoren selektiver geworden sind und mehr die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells in der Vordergrund stellen als reines Wachstum. Dennoch blüht und gedeiht Hongkong, Ich war schwer von den gewaltigen Bauvorhaben, allen voran den neuen Bahnhof in Kauloon, beeindruckt. Zusätzlich stehen mit dem weiterhin unterbewerteten Yuan China Wettbewerbsvorteile zur Verfügung, von denen wir in Europa nur träumen können. China schaut entspannt auf die derzeitige Krise in Europa. Sie sehen eher die derzeitigen Kurse auf den europäischen Börsen als interessante Einstiegsmöglichkeit, vorallen in Firmen, die in Asien produzieren aber verglichen zum asiatischen Wettbewerb stark unterbewertet sind. Würde mich nicht wundern, wenn die Chinesen diese Situation strategisch zur ihrem Vorteil nutzen können. Nicht umsonst gilt der Drache als Schutzpatron gegen brennende Häuser in China.